Pentacon 2.8/135

Altglas-Sammlung – Teil 4: Pentacon 2.8/135 (inkl. Umbau auf Nikon F-Mount)

By on November 5, 2014

Meiner Gier und der damit einhergehenden Unachtsamkeit ist es zu verdanken, dass ich das Pentacon 2.8/135 nicht mit einem M42-Anschluss bekam, sondern mit einem Exakta-Bajonett. Privatkauf. Kein Umtausch. Blöd gelaufen. Da mir ein Adapter vom besagten Exakta-Bajonett auf M42 mit über 70 Euro definitiv zu teuer ist (so viel hat ja nicht mal das Objektiv gekostet) musste recherchiert und gebastelt werden…

Und dann werden Bilder gemacht.

Vor dem ‚Umbau‘ und den Bildern kurz was zum Objektiv und warum ich es unbedingt haben wollt:
Klar, 135mm sind jetzt nicht so das Optimum für Portraits, dennoch lässt sich im Portraitbereich sicherlich mit der Brennweite einiges anrichten. Außerdem ist das Pentacon 2.8/135 baugleich mit dem fast schon legendärem Meyer-Optik Görlitz Orestor 2.8/135. Selbiges ist laut diverser Berichte und Testbildern krachscharf. Und ebendies wird auch dem Pentacon 2.8/135 zugeschrieben. Wie sollte es auch anders sein, bei baugleichen Optiken 😀
Was mich beim Pentacon 2.8/135 aber wirklich fasziniert hat (ob es Sinn ergibt oder nicht), ist die Anzahl der Blendlamellen…15!! Das ist doch supercool. Während heutzutage fast nur noch Objektiv mit 8, 6 oder gar weniger Lamellen produziert werden, sind 15 schon echt eine Hausnummer. Gut, wie sich das jetzt sichtbar aufs Bokeh auswirkt, muss von mir noch getestet werden.
Aber ‚haben ist besser als brauchen’…

„Umbau“

Ja, Umbau steht in Anführungszeichen, weil im Prinzip nix großartig gebaut wird.
Um jetzt nicht mit technischem Firlefanz zu langweilen, überspring ich mal den Teil, warum das Exakta Bajonett nur so schwer an den Nikon-Anschluss passt. Nur so viel, es hat mit dem s.g. Auflagemaß zu tun. Es wird der Exakta-Anschluss (Bild 1+2) abgeschraubt und auf das Gewinde wird der Walimex-Zwischenring (Ring 1 mit 7 mm) nebst Nikon-Anschluss geschraubt (Bild 3+4). Fertig ist die Laube. Das coole an den Zwischenringen ist nämlich, dass sie den gleichen Druchmesser haben wie das Gewinde am Pentacon 2.8/135. Auf Grund des Zwischenrings ist auch der Abstand zwischen Sensor und Linse so, dass bis unendlich fokussiert werden kann. Auch die Entfernungsskala (oben auf dem Objektiv) trifft bis auf wenige Zentimeter Abweichung zu (falls das jemand nutzt).

Bilder

Ich liebe das Bokeh und wenn man richtig fokussiert ist’s auch wirklich scharf.

Info’s zum Pentacon 2.8/135 Preset

Datenblatt

Links zum Thema ‚Pentacon 2.8/135‘

9 Kommentare

Robert Grieb

Februar 12, 2016 @ 15:24

Antworten

geniale Anleitung! Vielen Dank auch fürs Verlinken zum bestellen!
Das 135 is ne klasse Linse:)
Vor allem ist der Umbau ja total reversibel…ich glaube irgendwo hab ich auch noch ne Exakta 😀

Ralph giesa

Januar 18, 2016 @ 14:53

Antworten

Ich habe ein meyer görlitz telemegor 400 in alu natur mit m42 (ohne unendlich) da ich nikon habe und mich streube eine palstik korekturlinse im adapter zu benutzen weil ich mir einfach nicht vorstellen kann das dabei keine qualität verloren geht.
Habe schon oft gelesen das es pentacon six 300 und 500 adapter gibt die auch mit mein 400ter telemegor funktionieren würden,scheinen aber selten zu sein ….. Jetzt meine frage ……wo kann ich einen adapter finden (auch für pentagon gab es nikon adapter ….sind aber selten !!!!).
Vielen dank und liebe grüsse, ralph

Jens Hausberg

November 17, 2015 @ 16:25

Antworten

Hallo Raphael,
ich bin soeben über deine Seite gestolpert, da ich mich seit kurzem in das Thema „Altglas an Nikon“ einarbeite. Das Pentacon 135 f2,8 ist ja zum Teil für kleines Geld zu bekommen und die Lösung mit den Zwischenringen hört sich wunderbar an.
Dazu zwei Fragen:
1. Die Umbaulösung mittels der Zwischenringe (ohne Linsen) führt also dazu, dass man am Ende auf Unendlich fokussieren kann?

2. Warum haben Sie nicht auch das Pentacon 50mm so umgebaut? Wenn ich den Artikel richtig deute, können Sie mit dem 50er jetzt nur im Nahbereich fokussieren, richtig?

Viele Grüße,
Jens

LichtKultur

Januar 24, 2016 @ 23:36

Antworten

1) Ja, das Objektiv fokussiert nach dem Umbau auf Unendlich.
2) Der Umbau funktioniert beim 50er nicht, da dieser keinen austauschbaren Tubus hat.

Gruß,

Raphael

Finn (SagtMirNix)

September 15, 2015 @ 05:04

Antworten

Das ist ne interessante Artikel-Serie! Habe mir vor einiger Zeit ne Pentax MX zugelegt (der Sucher ist gigantlisch, sogar für Kleinbild-Kameras) und bin derzeit auch ziemlichviel in dem Bereich am rumspielen 🙂 Welches Objektiv ich mir als nächstes für die „alte“ zulege… mal schauen.

BP

September 8, 2015 @ 20:19

Antworten

Danke für den Tipp – funktioniert prima mit dem Zw-Ring. Meine ursprüngliche Lösung – Kiwi Adapter M42 auf Nikon hatte da keine unendlich – Einstellung mehr. So ist es besser.

Toni Hauser

Januar 28, 2015 @ 17:54

Antworten

Vielen Dank für den Umbautip! Aber wie haben sie den Exakta Tubus runterbekommen? Ich hab zwar kein Pentagon aber ein Primator 135 vor mir liegen.

LichtKultur

Januar 28, 2015 @ 18:27

Antworten

Der Exakta-Tubus wird mittels einer ‚Überwurfmutter‘ am Objektiv befestigt, das ist der Ring auf dem zweiten Bild. Der lässt sich abschrauben und dann kann der Tubus einfach abgenommen werden.

Ich hoffe ich konnte helfen?

Wolfgang Winne

Dezember 12, 2014 @ 21:06

Antworten

Danke für den 7mm Nikon Zwischenring Tipp!
Habe ich gleich bestellt…… für Pentagon 135/2.8 + 200/4 – beide mit den 15 Lamellen.

Ich habe hier noch eine Zeiss Jena triostar 135/4 (15 Blendenlamellen), hier müsste man wohl leider brutal auf die Drehbank.

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