Pentacon 1.8/50

Altglas-Sammlung – Teil 1: Pentacon 1.8/50

By on September 1, 2014

Vor einigen Tagen habe ich für mich die Möglichkeit entdeckt, alte Objektive an meiner Nikon D610 zu nutzen. Das mag für einige nix Neues sein – für mich schon.
Angefangen hat alles mit einem Pentacon 1.8/50, welches ich an einer alten Praktica-Kamera gefunden habe, die ich im Studio gern als Requisite nutze.

In dieser kleinen Altglas-Serie möcht ich einfach ein paar alte Objektive (fotografisch) vorstellen.

Zuerst muss man sich mal Gedanken machen machen, wie man die alten Objektive an die Spiegelreflexkamera bekommt. Einer der früher gängigsten Objektivanschlüsse ist das M42-Schraubgewinde. Besonders ehemalige ost-deutsche und vor allem ost-europäische Kamerahersteller nutzten diesen Anschluss. Folglich ist die Auswahl groß. Auch Anschlüsse wie Contax, Pentax, Leica, etc. lassen sich durch Adapter verwenden.
Zu meinem Glück hatte das gefundene Objektiv Pentacon 1.8/50 dieses M42-Gewinde…yeahi!
Also auf zu Amazon und zwei Adapter bestellt.

Objektiv-Adpater

Zwei? Ja – Nikon-Kameras haben nämlich das ‚Problem‘, dass sie einen Adapter mit einer s.g. Ausgleichslinse benötigen, um auch bis ‚Unendlich‘ fokussieren zu können. Das hat was mit Auflagemaße, dem Abstand zwischen Sensor und Objektiv und sonstigem Blabla zu tun. Aber ich will da jetzt auch nicht zu sehr ins Detail gehen, am Ende sollen ja schließlich Bilder rauskommen.
Also hab ich einen Adapter mit und einen ohne Linse bestellt – beide haben Vor- und Nachteile:
Beim Adapter mit Ausgleichlinse geht immer ein wenig Bildqualität verloren, weil wir eine zusätzliche Linse zwischen Objektiv und Sensor haben. Kurioserweise ist mit diesem Adapter das Objektiv bei voll geöffneter Blende quasi nicht zu gebrauchen. Alles im Bild ist weich und matschig, trotz richtiger Fokussierung. ‚Agbelendet‘ wird’s dann schon besser.

Adapter ohne Ausgleichslinse mindern nicht die Bildqualität, haben aber die Einschränkung, dass man nur bis maximal 10-12m fokussieren/scharfstellen kann. Die Entfernung ist aber abhängig vom Objektiv. Beim Pentacon 1.8/50 sind es bei mir bspw. nur 2-3m, beim Helios 44-2 2.0/58 (Beitrag folgt) sind es hingegen 5-6m, was für Portraits völlig ausreichend ist.

Welchen Adapter man benötigt hängt also vom jeweiligen Einsatzzweck ab.

Im übrigen scheint dieses ‚Problem‘ mit der Fokusdistanz bei Canon, Pentax, etc. nicht zu bestehen.

Und das waren dann die ersten Ergebnisse mit dem Pentacon 1.8/50

Dieses Bokeh vom Pentacon 1.8/50 – das ist das unscharf Zeug im Hintergrund- ist nicht jedermanns Sache, ich finde es jedoch zum Niederknien!

Innerhalb kurzer Zeit kamen durch mehr oder weniger Zufall zwei weitere Objektive hinzu. Dieses mal westdeutsche Produkte: Revuenon 2.8/135 und Revuenon 2.8/35 macro. Doch dazu gibt es in den kommenden Tagen mehr. Da geht es dann auch mehr um die entstandenen Bilder, als um technische Hintergründe.

Info’s zum Pentacon 1.8/50

Datenblatt
Wer den Artikel bis hierhin gelesen hat, erhält sogar noch einen kleinen Sicherheitshinweis:
Bei manchen Objektiv-Kamera-Kombinationen kann es passieren, dass der Spiegel der DSLR an die Rückseite des Objektivs schlägt. Das kann zu Schäden an der Kamera/am Spiegel führen. Von daher sollte man vorher immer prüfen/messen, ob es zu solchen Problemen kommen kann!

P.S.: Wer es aus technischer Sicht gern etwas genauer hätte, dem sei folgender Artikel auf pcwelt.de empfohlen – ‚Alte Objektive an neuen Kameras verwenden‚.

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Raphael | Bj. 1987 | Foto-Blogger | Fotograf auf Boudoir-Foto.de

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