Beruf: Fotograf

LichtKultur fragt…
Daniel Tetzel von Azzu-Pictures.de

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Neben der (ich gebe zu: etwas schleppenden) Serie über das iPhone als fotografischer Assistent, möchte ich eine neue Artikel-Serie starten.

Das ganze wird eine Interview-Serie mit Fotografen der unterschiedlichsten Kategorien: gelernte Berufsfotografen, Hobbyisten, Quereinsteiger, Fotografie-Blogger und, und, und.

Den Anfang macht Daniel von Azzu-Pictures.de aus Magdeburg.
Azzu-Pictures.deGrüß Dich, Daniel!  Schön das Du Dich bereiterklärt hast.

Wie hat das alles angefangen? Wie verlief so Dein Werdegang vom ersten Bild über die Selbstständigkeit bis heute?

Ich habe schon seit klein auf gerne Fotos gemacht, um die schönen Momente im Leben festzuhalten. Das ganze halt „nur“ mit einer einfachen 4MP Digitalkamera und ohne das Wissen um Bildgestaltung, Lichtwirkung etc.
2010 hab ich dann eine Sony a230 im Angebot gesehen und hab mir damit meine erste Spiegelreflexkamera zugelegt. Darauf hab ich eine Freundin gefragt, ob wir zusammen Fotos machen wollen und schon war das erste Shooting im Kasten. Nach einer Weile hab ich mich dann in der Model-Kartei angemeldet. Anfangs hab ich meist Bekannte oder Modelle aus der MK fotografiert, mittlerweile sind es zunehmend bezahlte Shootings.
Denn seit Ende 2012 bin ich freiberuflich unterwegs, wodurch ich die Anschaffung von Ausrüstung finanziell unterstütze.

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Wie kommt es, dass Du Dich auf das Fotografieren von Menschen spezialisiert hast? Also was hat dazu geführt und was fasziniert Dich daran?

Mir gefällt es, die unterschiedlichsten Menschen mit ihren Facetten darzustellen und kennen zulernen. Ich finde es klasse, wenn meine Modelle dann die entstanden Fotos sehen  können und sich ein Lächeln in ihr Gesicht malt. Wobei die Shootings selber immer viel Spaß mit sich bringt, lustige Outtakes entstehen und man einfach eine schöne Zeit mit einem gemeinsamem Ziel verbringt. Das Kennenlernen alleine ist schon immer unterschiedlich und man bleibt danach oft weiter in Kontakt oder macht sogar noch häufiger ein Shooting zusammen..
Auch sind Hochzeiten mit ihren vielen Emotionen sehr interessant: von spielenden Kinder, Freudentränen der Eltern oder dem Kuss.

Thema Hochzeitsfotografie: Wie gehst Du da ran, am Hochzeitstag treffen und los gehts oder wird vorher geplant, getroffen, kennengelernt?

Die erste Hochzeit hab ich für Bekannte gemacht. Und jetzt treffe ich mich auch vorher einmal mit dem Paar, damit alle Details besprochen werden können und man sich etwas kennen lernt – um später dann mehr als Gast als „Der Fotograf“ zu sein.

 Wie groß ist der Druck bzw. wie gehst Du mit der einhergehenden Verantwortung an solch einem Tag um?

Über den Druck mach ich mir weiter keine Gedanken. Ich gebe mein Bestes und versuche die Wünsche des Brautpaars umzusetzen, sodass sie mit den Ergebnissen für die Ewigkeit zufrieden sind.

Wie kam es zum Name: Azzu-Pictures?

Schon bevor ich mit der Fotografie angefangen habe, war mein Spitzname aZZu. Da ich schon als junger bursche auch ein Spitznamen haben wollte, hatte ich mir was passendes ausgesucht und das war Frechheit im engl. auch assurance. Assurance hat noch andere Bedeutungen, aber das war meine Idee dazu. Doch war das meinen Kumpels mit der Zeit zulang und deshalb wurde daraus kurz und knapp aZZu. Dann noch ein passenden Begriff der mit Fotografie zu tun hat und schon war aZZu-Pictures entstanden.

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Hast Du neue Projekte in den Startlöchern? Wenn ja, was kann man demnächst von Dir erwarten ?

In Planung ist ein Extreme Make-Up Shooting mit Beautyfaces.
Ein Shooting mit einem Kinderplanschbecken ist auch in Planung, mehr will ich aber noch nicht verraten. Und im September geht’s zum Beauty-Workshop von Matthias Schwaighofer.

Was war für Dich eigentlich der ausschlaggebende Punkt, sich fotografisch selbstständig zu machen?

Um auf der sicheren Seite zu stehen, so das alles legal abläuft.

Wenn sich jetzt plötzlich die Möglichkeit ergeben würde, Dein Geld ausschließlich durch die Fotografie zu verdienen: Würdest Du es wagen oder dann doch lieber ein geregeltes Einkommen durch Deinen Job als Chemielaborant beziehen?

Nein, ich möchte nicht in der Situation sein, auf die Aufträge angewiesen sein zu müssen. Zu mal man dann auch deutlich teurere Preise machen muss. Und man muss sich stets selbst motivieren etc.

Wie wichtig ist dir Facebook für deine fotografische Arbeit?

Facebook ist sehr wichtig für mich, da dadurch neue Kundenaufträge zu mir kommen und sich meine Arbeiten verbreiten rumsprechen. Besser als in Fotocommunitys.


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