Langzeitbelichtung - Rügen - Fischerdorf Vitt

Langzeitbelichtung am Tag | Die Langsamkeit der Fotografie

By on Mai 30, 2013

Langzeitbelichtung im Dunkeln ist ja “ganz nett” , ohne Frage! Aber Langzeitbelichtung am Tag ist richtig cool!

Milchig wirkendes Wasser. Am Himmel ziehende Wolken. Verschwommene Menschenmassen in statischer Umgebung…die Möglichkeiten für Langzeitbelichtungen am Tag sind vielfältig und die Ergebnisse immer wieder faszinierend. Auch ich bin großer Fan solcher Bilder und habe mich selbst mal auf den Weg gemacht und den Einstieg in die Materie gewagt. Wenn man sich das erste Mal mit diesem Thema befasst, ist das Internet (wie immer) ein umfangreiche Informationsquelle. Wer lieber ein Buch in der Hand hält, dem sei “Langzeitbelichtung und Nachtfotografie” (Amazon.de) von Ronny Ritschel wärmstens empfohlen. Für alle anderen gibt es am Ende des Artikels weiterführende Links. Also auf gehts: Informiert–>Filter gekauft–>Fernauslöser für die Kamera gekauft–>losmarschiert zum Bilder machen…

Langzeitbelichtung Alexanderplatz

Doch der Reihe nach…

Was ist Langzeitbelichtung am Tag und was brauche ich dafür?

Wie der “Titel” erahnen lässt, wird am Tage, also wenn’s hell ist, ein Bild gemacht, was lange belichtet wird, um Bewegungen sichtbar zu machen. Doch um tagsüber lange Belichtungszeiten zu erreichen, muss man nachhelfen. Denn selbst bei geschlossener Blende sind (wenn überhaupt) nur maximale Belichtungszeiten von einigen wenigen Sekunden möglich. Zu wenig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen und um wirklich “Bewegung” im Bild sichtbar zu machen.

Langzeitbelichtung Rügen

Abhilfe schafft ein so genannter ND-Filter (ND=Neutraldichte/Neutral Density, aber auch “Graufilter”), der viel Licht schluckt und somit die Belichtungszeit künstlich verlängert. Welcher ND-Filter verwendet wird, muss man selbst entscheiden. Ich habe einen ND1000-Filter (+10 Blenden) von Haida und einen NoName ND16-Filter (+4 Blenden), mit denen ich in allen Situationen ausreichend versorgt bin. Wenn es wirklich hell ist, schraube ich einfach beide übereinander.
Als Alternative zu den Schraubfiltern gibt es auch Einschubfilter – so zum Beispiel das Cokin Z-System oder das teurere Lee-Filter-System.
(Nachtrag: Welche Größe (Durchmesser) man benötigt, hängt nicht von den Angaben der Brennweite (bspw. 18-55mm) des Objektivs ab, sondern vom Durchmesser des Objektivs – häufig auch als ‚Filterdurchmesser‘ bezeichnet. Den Durchmesser deines Objektivs findest vorne an der Frontlinse oder es steht im Objektivdeckel/Schutzdeckel.)

Zweites, wichtiges Utensil – ein Stativ.

Ganz klar, die richtig Harten können auch ohne Stativ arbeiten… Da so eine Langzeitbelichtungen gern mal mehrere Minuten dauert, ist diese Arbeitsweise jedoch nur bedingt zu empfehlen 😉 – Also doch Stativ. Welches Stativ es dann werden soll, hängt von den Vorlieben und der finanziellen Lage ab. Wichtig ist jedoch, wer hätte es gedacht, die Stabilität.
Kurzum: ein ‚Lämmerschwanz‘ für unter 40 Euro wird euch meist nicht glücklich machen.

Was brauch ich noch? – Fernauslöser

Ein Fernauslöser, egal ob Funk, Infrarot oder Kabel, ist zweifelsohne hilfreich und nötig um die Kamera auslösen zu können. Zwar ließe sich das auch per Selbstauslöser erledigen, doch nur bei einer Belichtungszeit bis 30 Sekunden. Die nächste Stufe ist bei vielen Kameras dann der “Bulb”-Modus, den wir für unsere Zwecke benötigen. Hier wird die Kamera durch einen ersten Impuls ausgelöst und nimmt so lange das Bild auf, bis sie durch einen

Langzeitbelichtung Rügenzweiten Impuls dazu aufgefordert wird, die Aufnahme zu beenden. Und das geht nur sinnvoll mit einem Fernauslöser. Auch hier bleibt es jedem selbst überlassen für welche Technik er sich entscheidet.

Ich persönlich bin auf eine iPhone-App nebst Dongle gestoßen. Die Rede ist von TriggerTrap mobile (Amazon.de). Ein ausführlicher Bericht dazu (mit Schwerpunkt auf der Langzeitbelichtung) folgt in Kürze. Da die TriggerTrap-Lösung aber nicht völlig überzeugen konnte, nutze ich mittlerweile wieder einen kabelgebundenen Auslöser mit Timer-Funktion: Minadax LCD Timer-Auslöser (Amazon.de) – ein einfacher Infrarot-Auslöser tut es natürlich auch!

Noch was? – Kleine Helfer

Ein kleines Stück Plastik sollte bei einer Langzeitblichtung keinesfalls unterschätzt werden: die Okularabdeckung. Dieses kleine Teil wird hinten auf den Sucher gesteckt und verhindert, das ‚Streulicht‘ durch selbigen eintritt. Ohne die Abdeckung kann es passieren, das ihr eine Art Fehlbelichtung im Bild habt. Meist wird diese sichtbar durch helle Streifen oder Schlieren im Bild (siehe links). Also immer schön den Sucher abdecken, damit sowas nicht passiert.

Wie lang soll ich jetzt belichten? – Berechnen (lassen) oder ablesen

Wie lang eine Szene belichtet werden muss, hängt im Wesentlichen von 2 Faktoren ab:
    1. Das aktuelle Tageslicht und damit die Belichtungszeit, die die Kamera benötigt um ein Bild “normalhell” zu beleuchten
    2. Die Stärke des ND-Filters
    3. (Wie stark soll der Effekt sein?)

Um nun die exakte Belichtungszeit MIT ND-Filter zu erhalten gibt es 3 Wege:

Berechnen

[Belichtungszeit] X [Filterfaktor]

In meinem Fall also mal 16 oder 1000 je nach Filter – leider unterscheiden sich die Herstellerangaben untereinander. Einige verwenden die Bezeichnung ND1000 (Haida), andere 110ND (B&W) oder ND3.0 (Delamax). In allen Fällen gibt der Hersteller aber die Blendstufen an, um die der Lichteinfall durch diesen Filter reduziert wird.

Smartphone-App – Berechnen lassen

Für iPhone und Android-Geräte gibt es mittlerweile Apps, die einem die Berechnung abnehmen. Vorteil: Es geht schneller und man hat das Smartphone in der Regel dabei. Meine Empfehlung für iPhones: NDTimer. Diese App stoppt auf Wunsch auch die Zeit.

Ablesen

Nachfolgend hab ich eine kurze Belichtungstabelle zusammengestellt. Die Werte dienen als grober Anhaltspunkt.

 

Plan B(elichtung) – MEIN Ablaufplan für eine Langzeitbelichtung

Langzeitbelichtung

Nachdem wir das Materielle geklärt haben, soll’s endlich losgehen. Hier einfach mal Schritt für Schritt, wie ich für solche Aufnahmen vorgehe:

    1. Motiv und geeigneten Standort wählen
    2. Kamera, nebst Stativ aufstellen, (Kabel)auslöser anschließen.
    3. Bildausschnitt wählen und fokussieren, danach auf manuellen Fokus stellen, damit sich der Fokuspunkt beim Auslösen nicht verschiebt.
    4. In die Zeitautomatik/Blendenvorwahl gehen, die Belichtung der Szene messen und merken – danach in den manuellen Modus wechseln.
    5. Im manuellen Modus den BULB-Modus einstellen und die gleiche Blende einstellen, wie unter 3. verwendet
    6. Vorsichtig den Filter aufschrauben – besondere Vorsicht gilt bei Zoomobjektiven! (nicht das die Zoomstufe und damit der Fokuspunkt wieder verschoben werden)
    7. Belichtungszeit berechnen (lassen)
    8. Auslösen –> Zeit abwarten –> Belichtungsvorgang abschließen –> gespannt aufs Bild warten –> Freuen! oder erneut versuchen.

Tipps

    • Wenn die Belichtungszeit trotz Filter zu gering ist, kann auch die Blende der Kamera weiter geschlossen werden, wenn ihr immer noch in der Blendenvorwahl seid, wird die Belichtungszeit angepasst – dann gehts weiter mit Schritt 5.
    • Nur weil bei einem Filter bspw. der Wert “10 Blendenstufen” angegeben wird, heißt das nicht, dass das auch exakt stimmt. Meist “schluckt” der Filter mehr Licht. Wenn eure Szenerie also zu dunkel ist solltet ihr ggf. mit 11 oder 12 Blendenstufen rechnen.
    • Variiert ruhig mal die Brennweite. Grade Landschaftsaufnahmen mit Himmel oben oder Wasser unten im Bild wirken durch Weitwinkelobjektive noch beeindruckender.
    • Achtet auf Fixpunkte im Bild – das kann bei Wasseraufnahmen ein Steg oder großer Stein sein oder bei Wolkenaufnahmen Gebäude.
    • Kabelauslöser haben häufig eine Verriegelung, somit müsst ihr nicht die ganze Zeit den Auslöser gedrückt halten
    • Nutze eine möglichst geringe ISO-Zahl – da sich der Sensor bei der langen Belichtung erwärmt, kann das Bildrauschen ohnehin schon zunehmen, das würde sich bei hoher ISO-Zahl dramatisch verstärken
    • Wo wir grad von Bildrauschen sprechen: Viele Kameras verfügen über eine „interne Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung“ – ob diese genutzt wird muss jeder für sich entscheiden. Rauschen lässt sich ansonsten auch später per Software entfernen (Lightroom, Photoshop, NoiseNinja, etc.) – prinzipiell ist die kamerainterne Lösung ziemlich gut, jedoch ist zu beachten, dass sich die Zeit, bis ihr die nächste Aufnahme machen könnt, verdoppelt. Eure Belichtungszeit betrug bspw. eine Minute? Dann ist die Kamera danach genau die selbe Zeit damit beschäftigt, das Rauschen auf dem Bild zu reduzieren.
    • Bei der Wahl der Blende empfiehlt sich der Bereich zwischen der Offenblende und Blende 11, denn bei weiter geschlossener Blende kann es zur Beugungsunschärfe kommen
    • Sensorflecken oder Verunreinigungen werden bei einer Langzeitbelichtung sehr deutlich – entweder vorher Objektiv, Sensor und Filter sauber halten oder im Nachhinein per Software wegstempeln
    • Rappelt euch auf und geht ruhig mal in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang los um Langzeitbelichtungen zu machen – es lohnt sich!
    • Um eine Überbelichtung (bspw. des Himmels) zu vermeiden empfehlen sich Verlaufsfilter (Amazon.de)

Links zum Thema “Langzeitbelichtung”


24 Kommentare

Geli

März 11, 2016 @ 01:40

Antworten

Hallo,
ich verstehe das auch nicht ganz wie “ muehsi “ ,
also wenn ich am Tage eine Langzeitbelichtung machen will z.B. einen Fluss mit etwas Gefälle so das es schön Nebelig wirken soll ,muß ich doch die Blende schliessen (also hohe Blendenzahl ab f 9 und höher ) um zu erreichen das wenig Licht durch die Blende auf den Sensor fällt und ich dadurch die Belichtungszeit verlängern kann um eine Langzeitbelichtung zu erreichen.Wenn ich nun diese ND Filter benütze ,ist es dann so, das ich die Blende noch mehr schliessen kann z.B f13 -f16 und dadurch die Belichtungszeit verlängert werden kann?
Wenn das so nicht stimmt ,können sie mir das richtig erklären?
Und warum schreiben sie ein ND Filter ermöglicht eine offene Blende?
Eine offene Blende z.B f 2,8 ermöglicht doch ,das noch mehr Licht auf den Sensor fällt und ich eine kürzere Verschlusszeit wählen muss und dadurch keine Langzeitbelichtung erzielen kann.

LichtKultur

März 11, 2016 @ 10:10

Antworten

Grüß dich,
wenn du bspw. bei f9 den Fluss fotografierst hast du eine Belichtungszeit X, wenn du nun einen ND4-Filter nutzt, kannst du immer noch Blende f9 nehmen, nur die Belichtungszeit verlängert sich auf Grund des Filters, der weniger Licht durchlässt.

Dadurch, dass sich nur durch das Aufschrauben des Filters die Belichtungszeit verlängert, kann im Umkehrschluss auch mit einer offeneren Blende (bspw. f4) fotografiert werden. Ein einfaches Beispiel aus der Portraitfotografie: Ich möchte vielleicht an einem sehr sonnigen Tag ein Portrait bei offener Blende fotografieren (f1.4). Dabei laufe ich aber Gefahr, dass das Bild völlig überbelichtet ist, weil die maximale Verschlusszeit von 1/4000 erreicht ist. Nun könnte ich einen leichten ND-Filter (ND2 oder ND4) nutzen, um das Licht -das auf den Sensor trifft- künstlich zu reduzieren um dennoch bei offener Blende zu fotografieren.

Und so ist es bei höheren Blenden. Ab einer gewissen Blende tritt die so genannte Beugungsunschärfe auf (einfach mal bei Wikipedia schauen). Wenn ich dank des Filters nicht bei Blende f16 sondern f8 fotografieren kann, ist das der Bildqualität zuträglich, da die meisten Objektive bei Blende 8 ihre größte Schärfe erreichen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen 🙂

muehsi

August 13, 2015 @ 22:49

Antworten

Hallo,

einen Punkt, den ich bei vielen Beiträgen lese, verstehe ich nicht.
Warum ermöglichen ND-Filter eine geschlossenere Blende? (Also größere Blendenzahl)

Wenn ich die Blende schließe, kommt doch schon weniger Licht an den Sensor. Dadurch dass ich einen ND-Filter dazu nehme, kommt noch viel weniger Licht an den Sensor..

Ansonsten danke für den Artikel,

Alex

LichtKultur

September 23, 2015 @ 22:49

Antworten

Huhu,
also der ND Filter ermöglicht nicht eine geschlossenere Blende, sondern eine offenere Blende.

Gruß,

Raphael

Boris Seekatz fotos_by_bse

Mai 9, 2015 @ 07:29

Antworten

Hallo Raphael,

habe vor ca. drei Wochen angefangen zu fotografieren und bin im Internet auf deine Seite gestoßen.
Deine Seite ist echt Klasse, du hast mir sehr viele Tipps geben können.
Habe bis jetzt nur Langzeitbelichtungen bei Nacht gemacht.
Werde aber jetzt loslegen dies auch bei Tag zu machen.
Eine Frage hätte ich allerdings noch. Ich habe zwei Objektive, eins was bei der Kamera (Canon 1200D) dabei war 18-55mm und ein Sigma 18-250mm welches ich mir noch als Reiseobjektiv zugelegt habe.
Welches würdest du empfehlen für Langzeitbelichtungen am Tag???

Jan Kaya

April 8, 2015 @ 09:45

Antworten

Hi Raphael

Ich hab bereits einige Versuche unternommen mit Langzeitbelichtungen. Am hellichten Tag bei stärkerer Sonne, hatte ich mit einem Haida ND1000 Filter aber immerno überbelichtete Bilder, trotz geschlossener Blende und niedrigsten ISO Werten. Welche Ergänzung würdest du Empfehlen?
Und noch ne Frage zu deinen Bildern; Welches Objektiv benutzt du? Und fotografierst du Vollformat?

Liebe Grüssen Jan

LichtKultur

April 8, 2015 @ 10:04

Antworten

Also ich nutze meist zusätzlich zum ND1000 einen ND16 oder ND64 Filter, der dann auch davor geschraubt wird. Das sollte dann auch in dieser Situation helfen. und vielleicht versuchen lieber bei Blende f9 – f13 fotografieren, hier sind die meisten objektive am schärfsten.
Und zu den Bildern: Also ein Teil ist mit der NIKON D90 und dem 17-70mm von Sigma entstanden (APS-C) und ein anderer Teil mit der NIKON D610 und dem älteren Nikon 35-70/2.8 (Vollformat).

matthias

November 30, 2014 @ 13:51

Antworten

Hey Raphael,
auf meiner Suche über’s Thema langzeitbelichtung bin ich hier in deinem Blog gelandet.
Super Artikel – mich reizen diese Fotografien sehr und jetzt weiß ich zumindest theoretisch wie ich mich an das Thema rantasten kann.
Vielen Dank
viele Grüße Matthias

LichtKultur

November 30, 2014 @ 17:34

Antworten

Schön wenn der Artikel dazu aufruft und anspornt, Neues auszuprobieren. Viel Erfolg und schöne Bilder wünsche ich!

Wolfgang Kromer

Oktober 17, 2014 @ 13:39

Antworten

Ich habe schon viele Beiträge zu technischen Fragen in der Fotografie gelesen. Aber dieser Blog schlàgt alles.
Einfach und verständlich für jederman erklärt. Ich kann diese Seite nur weiterempfehlen. Toll!!!

(bei Facebook schon den Daumen „hoch“ gegeben)

LichtKultur

Oktober 18, 2014 @ 11:23

Antworten

Freut mich sehr, wenns gefällt und vor allem hilft 😀

Matthias

Oktober 6, 2014 @ 19:58

Antworten

Toller und sehr ausführlicher Beitrag! Danke dafür!

Uta

Juni 3, 2014 @ 20:13

Antworten

Prima geschrieben und toll erklärt. Das probiere ich aus. Danke.

LichtKultur

Juni 4, 2014 @ 08:59

Antworten

Vielen Dank und ganz viel Spaß beim Ausprobieren!

Mike

März 13, 2014 @ 09:08

Antworten

Ach und noch eine Frage: Die Angaben bei dem Filter (72mm) beziehen sich genau auf was? Nicht etwa auf das Objektiv, oder? Ich verwende zur Zeit und zu Testzwecken immer noch das Standard-Objektiv (18-55mm), das in dem Canon 600D-Set mit dabei war. Welchen Filter verwende ich in diesem Fall? 55mm oder 18mm. Sorry für diese Anfängerfrage, aber mir ist die mm-Angabe noch nicht ganz klar.

Vielen Dank
Mike

LichtKultur

März 15, 2014 @ 22:36

Antworten

Gut das du fragst, werd das im Artikel mal anpassen.
Also diese 72mm beziehen sich nicht auf die Brennweite (bspw. 18-55mm) des Objektivs, sondern auf den Durchmesser. häufig auch als ‚Filterdurchmesser‘ bezeichnet. Den Durchmesser deines Objektivs findest vorne an der Frontlinse oder es steht im Objektivdeckel/Schutzdeckel.
Für dich heißt das, dass du nicht 18 oder 55 nimmst, sondern 58mm (steht bspw. hier unter ‚Filterdurchmesser‘: http://www.amazon.de/Canon-EF-S-18-55mm-Universalzoom-Objektiv-bildstabilisiert/dp/B004MKNBSW)

Ich hoff ich konnt dir helfen.

Mike

März 13, 2014 @ 08:55

Antworten

Ich bin ebenfalls neu in der Fotografie und neben den Nacht-Langzeitaufnahmen nun auch daran interessiert, Tagsüber bzw. bei Sonnenaufgang tolle Bilder zu erzeugen. Da die Sonne ziemlich viel Licht aussendet, reicht mein bisheriger ND4-Filter 😀 (haha) leider nicht mehr aus. Hast Du schon einmal Aufnahmen der Sonne bzw. gegen das Sonnenlicht gemacht mit dem ND1000-Filter? Wenn ja, ist das Ergebnis zufriedenstellend?
Einen Selbstauslöser brauche ich glücklicherweise nicht. Das erledigt mein Magic Lantern (Open-Patch für Canon Kameras).
VG
Mike

LichtKultur

März 15, 2014 @ 22:27

Antworten

Hallo.
Also Bilder direkt gegen die Sonne sind im Grunde auch kein Problem: http://www.lichtkultur-fotografie.de/portfolio/ruegen-13 (Bilder 3-6 sind direkt gegen die Sonne fotografiert) – bin persönlich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Gegebenenfalls braucht man einen Verlaufsfilter (http://amzn.to/1gnHar3), um die hellen oberen Bildbereiche zusätzlich etwas abzudunkeln/anzupassen.

Shorty

Juni 3, 2013 @ 18:39

Antworten

Kannst du mir die Unterschiede zwischen deinen beiden Filtern erklären?

LichtKultur

Juni 3, 2013 @ 20:13

Antworten

Freut mich das du fragst.
Also:
Einfach ausgedrückt, der ND16-Filter „schluckt“ weniger Licht als der ND1000-Filter. Beim ND16 verlängert sich die Belichtungszeit um den Faktor 16. Also aus einer Belichtungszeit von 1 Sekunde, werden mit Filter ca. 16 Sekunden und beim ND1000-Filter werden aus der einen Sekunde ca. 1000 Sekunden, also ca. 17 Minuten. Das is eigentlich der Unterschied. Je nach Situation hat einer der beiden Filter Vorteile ggü. dem anderen.

Herbert

Februar 21, 2014 @ 15:43

Antworten

Freut mich, dass du fragst.

Artikel prima.

Gruß

Silvia

Dezember 29, 2015 @ 22:01

Antworten

Hallo. Danke für diesen super Block. Hab ich es richtig verstanden, dass ich bei einer Langzeitbelichtung am Tag mit dem ND 1000 Filter 17 Minuten belichten muss?

LichtKultur

Januar 3, 2016 @ 12:00

Antworten

Hallöchen,
also 17 Minuten erscheinen mir sehr lang. Wie bist du auf das Ergebnis gekommen?

Gruß,

Raphael

Christian

Mai 30, 2013 @ 20:43

Antworten

Danke fürs erwähnen!

Schön geschriebener Artikel btw 😉

Grüße,
Christian

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Raphael | Bj. 1987 | Foto-Blogger | Fotograf auf Boudoir-Foto.de

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